Kloster Zinna

Museum, Kirche & Friedhof

4059   Umgebungskarte


Die Geschichte der weißen Mönche, das älteste Druckwerk Brandenburgs, Führungen durch das Innere einer Orgel, wechselnde Kunstausstellungen im Galerieraum, der Zinnaer Klosterbruder und spätgotische Fresken. All das kann im ehemaligen Zisterzienserkloster Zinna entdeckt, geschmeckt und besichtigt werden.


Foto: André Eißer • Alle Rechte © Perspektivmedien UG

GESCHICHTE
Das Zisterzienserkloster wurde im Jahr 1170 gegründet. Die Klosteranlage und die Ländereien wuchsen in den folgenden Jahrhunderten kontinuierlich. Bis zum Jahr 1553 diente es den weißen Mönchen als Heimat. Heute bietet es ihnen keine Zuflucht mehr. Vielmehr öffnet es Interessierten Tür und Tor und bewahrt hinter den Klostermauern einen Teil der Geschichte des Zisterzienserordens.

Dass es heute noch existiert, ist nicht selbstverständlich. Wurden doch Teile des Klausurbereichs im 18. Jahrhundert abgetragen, um Friedrichs Weberstadt zu errichten. Daher lässt sich eines der wichtigsten Kennzeichen der Zisterzienserarchitektur - die innere Geschlossenheit - nicht mehr ohne weiteres erkennen. Trotzdem bleibt die Architektur der vermutlich größten norddeutschen Granitsteinpfeilerbasilika ohne Frage sehr beeindruckend.

MUSEUM
Das Museum des Klosters besteht aus Alter Abtei und Neuer Abtei.
Die Alte Abtei wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Hier befand sich der Krankensaal in dem alte, kranke oder schwache Mönche gepflegt wurden und das Siechenhaus. Dieses bot Aussätzigen, d.h. Menschen, die an ansteckenden Krankheiten, wie der Pest oder an Lepra litten eine Zuflucht - auch diente es als Unterkunft für hochrangige Besucher.

Heute beherbergt dieses Gebäude die ehemalige Klosterbrennerei. Hier wurde der "Zinnaer Klosterbruder" gebrannt. Der Legende nach wollte der Klosterbruder Lukas aus Liebeskummer aus dem Leben scheiden, doch bevor er dies tat, braute er sich diesen Kräuterlikör nach einer geheimen Rezeptur. Durch den Genuss des Zaubertranks erwachten seine Lebensgeister und er nahm sich nicht das Leben, sondern genoss es ist vollen Zügen. Wie wirksam dieser Trunk tatsächlich ist, kann bei einer Verkostung getestet werden, denn der Zinnaer Klosterbruder wird noch heute nach der 600 Jahre alten Rezeptur gebrannt. Die Essenzen aus 26 verschiedenen Kräutern werden im Kloster Zinna hergestellt.

Die Neue Abtei wurde im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtet. Sie war dem Abt, dem Klostervorsteher vorbehalten. So befanden sich hier die Wohnräume, seine Toilette und eine eigene Kapelle. Hier befindet sich auch der sehenswerte spätmittelalterliche Freskenzyklus. Im Kellsergeschoss befand sich die Abtsküche.
Heute beherbergt das Gebäude eine Ausstellung über die Geschichte des Zisterzienserordens.

Auch das älteste Druckwerk Brandenburgs ist eng mit dieser Geschichte verwoben. So wurde der Zinnaer Marienpsalter um 1453 in Kloster Zinna gedruckt oder von hier in Auftrag gegeben. Der Psalter wurde von Hermann Nietzschewitz verfasst und ist mit ca. 500 Abbildungen illustriert.

Doch das Museum bietet auch zeitgenössischer Kunst Platz. Im Galerieraum finden regelmäßig Wechselausstellungen lokaler Künstler statt.

KIRCHE
Die Klosterkirche zu Zinna ist nicht Teil des Museums, kann aber ebenfalls besichtigt werden. Es werden kostenfreie Führungen angeboten (Spenden sind Willkommen). Dauer der Führungen: ca. 35 min.

Führungen bitte anmelden bei Frau Rosenzweig im Gemeindebüro:

Ev. Kirchengemeinde Kloster Zinna
Am Kloster 4
14913 Kloster Zinna
03372 - 43 21 76
kloster-zinna-kirche@web.de

In der Kirche finden darüber hinaus regelmäßig Sommermusiken statt. Nach allen Konzerten werden die Besucher zur Besichtigung der frühromantischen Baer Orgel (1850/51) – mit Gang DURCH die Orgel eingeladen.


Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Führungen nach Voranmeldung.


Eintritt

Erwachsene: 5,00 EUR
Ermäßigt: 3,50 EUR
Führung: 10,00 EUR

Die Eintrittskarte ist gültig für das Klostermuseum, die Kräuteressenzherstellung inklusive einer Kostprobe vom "Zinnaer Klosterbruder" und für die Weberei im Zollhaus.


Adresse & Kontakt

Museum Kloster Zinna
Stadt Jüterbog

Am Kloster 6
14913 Jüterbog OT Kloster Zinna

Tel.  03372 - 439 505
Fax.  03372 - 439 506

museum.klosterzinna@jueterbog.net
www.kloster-zinna.net

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© 2013 • André Eißer • Perspektivmedien UG


Kloster Zinna

© 2013 • André Eißer • Perspektivmedien UG


Gartenseite Kloster Zinna

© 2013 • André Eißer • Perspektivmedien UG


Klosterkirche Zinna


Anfahrt

Bahn • ÖPNV

RE5 Richtung Jüterbog oder Falkenberg (Elster) stündich ab Berlin bis Bahnhof Jüterbog.
Fahrzeit ab Berlin Hbf. 45 min.

Fahrrad

Mit dem Fahrrad von Bahnhof Jüterbog ca. 5km

Auto

A10 Abfahrt Ludwigsfelde • B101 Richtung Luckenwalde und Jüterbog bis Kloster Zinna
ca. 40km von der Autobahnabfahrt bis Kloster Zinna.

Parken

Am Kloster stehen kostenfrei Parkplätze zur Verfügung.

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Führungen nach Voranmeldung.


Eintritt

Erwachsene: 5,00 EUR
Ermäßigt: 3,50 EUR
Führung: 10,00 EUR

Die Eintrittskarte ist gültig für das Klostermuseum, die Kräuteressenzherstellung inklusive einer Kostprobe vom "Zinnaer Klosterbruder" und für die Weberei im Zollhaus.


Adresse & Kontakt

Museum Kloster Zinna
Stadt Jüterbog

Am Kloster 6
14913 Jüterbog OT Kloster Zinna

Tel.  03372 - 439 505
Fax.  03372 - 439 506

museum.klosterzinna@jueterbog.net
www.kloster-zinna.net

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