Schute auf dem Finowkanal

Foto: Peter Gäbelein

verwilderte Ufer des Finowkanals

Foto: Peter Gäbelein

Messingwerksiedlung Finow

Foto: Peter Gäbelein

Anlegesteg mit kleinen Kähnen

Foto: Peter Gäbelein

den Kanal idyllisch flankierende Häuser und Kleingärten

Foto: Peter Gäbelein

Schöpfurter Schleuse

Foto: Peter Gäbelein

geruhsamer Schiffsverkehr auf dem naturnahen Gewässer

Foto: Peter Gäbelein

Schleuse Leesenbrück

Foto: Peter Gäbelein

 

 

 

Auf dem Treidelweg nach Zerpenschleuse

Eine Radtour zu den Anfängen Preußischer Industriekultur

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Der Finowkanal ist die erste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Entlang des ehemaligen Flussbettes der Finow erbaut, erweckt dieser Kanal den Eindruck eines wunderschönen natürlichen Flusses durch die Orte Liebenwalde, Zerpenschleuse, Marienwerder, Finowfurt, Finow, Eberswalde und Niederfinow. Das technische Bauwerk war bereits im 17. Jahrhundert von Menschenhand geschaffen, jedoch im Dreißigjähigen Krieg fast völlig zerstört worden.


Tourerstellung: Peter Gäbelein
Länge: ca. 25km • Dauer: 4-6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Geländeprofil - flach



Die Tour im Detail

Im 18. Jahrhundert wieder hergestellt, erlebte der Kanal im 19. Jahrhundert seine Blütezeit. Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung und des damit einhergehenden Baus des Oder-Havel-Kanals (1906-1914), sozusagen der große Bruder des Finowkanals, verlor der Finowkanal an Bedeutung; lediglich wenige, direkt am Kanal gelegene Betriebe wurden noch angesteuert. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der kommerzielle Schiffverkehr endgültig eingestellt.

Heute erlebt der Finowkanal als bedeutendes industriekulturelles Zeugnis eine neue Bedeutung. Seit 1998 wurde entlang des Kanals der historische Treidelweg zu einem attraktiven Wander- und Radweg ausgebaut. Der nach dem traditionellen Treideln, dem landseitigen Ziehen der Kähne stromaufwärts, benannte Weg führt von Westen durch Zerpenschleuse und Eberswalde bis zum Schiffshebewerk in Niederfinow im Osten.

Beginnend vom Hbf Eberswalde führt diese Tour in westlicher Richtung bis zum Bahnhof in Zerpenschleuse, vorbei an den Industriedenkmälern Walzwerk, Eisenspalterei, Montagekran auf dem Gelände des „Familiengartens“, an der Papierfabrik, dem Kraftwerk Heegermühle und dem Wasserturm des Messingwerks vorbei. Die zahlreichen kleinen Schleusen entlang des Treidelweges, an denen kleine private Schiffe und Kanuausflügler durch von Menschenkraft betriebene Schleusentore geschleust werden, dokumentieren heute noch die technische Baukunst und die frühere kommerzielle Nutzung des Kanals. Der Radweg ist gut ausgeschildert und ausgebaut und überrascht immer wieder mit wunderschönen Blicken auf die „natürlichen“ Flusslandschaften des Kanals.

Die etwa 25 km lange Tour hält, begleitet von idyllisch gelegenen Wohnsiedlungen, Kleingartenkolonien, den Schleusenanlagen, alten Industrieanlagen und Ausflugslokalen, eine vielfältige Landschaft bereit. Uferbereiche scheinen teilweise ganz ihrer natürlichen Entwicklung überlassen zu sein, mit etwas Glück sind seltene Vögel wie die Rohrweihe oder der Eisvogel zu beobachten, auch Biber und Fischotter sind mit etwas Geduld zu sehen. Alte Kähne liegen entlang des Kanals, und immer wieder trifft man Wasserwanderer an, mit Ruderbooten, Motorbooten und Kanus. Die Saison für die Befahrung des Finowkanals beginnt im Mai und endet im September.

Nach etwa 12 km entlang des Kanals erreicht man die Schleuse Schöpfurth im Ort Finowfurt. Dort biegt der Radweg nach links in Richtung Luftfahrtsmuseum Finowfurt ab. Der Ausschilderung des Oder-Havel-Radwegs (OVR) folgend, führt die Strecke über die Autobahn ein paar Kilometer durch ein Waldstück, ehe sie knapp 2 km vor der Ortschaft Marienwerder zum Finowkanal zurückführt. Stärken kann man sich im gemütlichen Ausflugslokal „Schleusengraf“; im kleinen Biergarten, nahe der Schleuse Grafenbrück, direkt an der Weggabelung des OVR und des Fernradwegs Berlin-Kopenhagen, lässt es sich gut bei einem kühlen Bier und einer Bratwurst vom Grill verschnaufen. Von hier aus den OVR entlang sind es nur noch etwa 6-7 km an Marienwerder vorbei bis zum Bahnhof Ruhlsdorf-Zerpenschleuse.

Möchte man während der Radtour eine kleine Rast einlegen und dabei den Kanal vom Wasser aus erleben bietet die Schippelschute das passende Angebot: an der Schleuse Schöpfurth, am Hafen Hubertusmühle (Marina Eisvogel) sowie in Marienwerder ermöglichen die Einstiegspunkte eine Fahrradpause, eine wunderschöne Aussicht – und all dies, ohne Zeit und Meter einzubüßen. Bis zu 20 Fahrräder finden auf der Schippelschute Platz.


An- und Abfahrt

Bahnverbindung Hinfahrt:
RE3 - Fahrtzeit ca. 30min
Berlin Hbf • Berlin Gesundbrunnen bis Hbf Eberswalde

Bahnverbindung Rückfahrt:
RB27 und S2 - Fahrtzeit ca. 50min
Ruhlsdorf-Zerpenschleuse • Berlin-Karow - in Berlin-Karow umsteigen in die S2 Richtung Blankenfelde


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Tourerstellung
Peter Gäbelein

Länge
ca. 25km

Dauer
4-6 Stunden

Schwierigkeitsgrad
Geländeprofil - flach


An- und Abfahrt

Bahnverbindung Hinfahrt:
RE3 - Fahrtzeit ca. 30min
Berlin Hbf • Berlin Gesundbrunnen bis Hbf Eberswalde

Bahnverbindung Rückfahrt:
RB27 und S2 - Fahrtzeit ca. 50min
Ruhlsdorf-Zerpenschleuse • Berlin-Karow - in Berlin-Karow umsteigen in die S2 Richtung Blankenfelde

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