Bahnhof Jüterbog

Foto: Peter Gäbelein

Lessingstraße

Foto: Peter Gäbelein

Franziskanerkloster, heutige Stadt- und Touristeninformation

Foto: Peter Gäbelein

Zisterzienserinnenkloster, heutige evangelische Schule

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Dammtor, westliches Stadttor

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Eierturm

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Straßenzug Planeberg

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Blumenberg-Haus

Foto: Peter Gäbelein

Jüterboger Rathaus, das zweit älteste in Brandenburg

Foto: Peter Gäbelein

 

 

 

Kulturspazierfahrt Jüterbog - Zinna

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Die 45 minütige Fahrt mit dem Regionalexpress von Berlin Hbf nach Jüterbog hat man schnell hinter sich gebracht. Etwas außerhalb der Stadt am Bahnhof angekommen, ist der gemütliche Spaziergang durch das Grün des Schlossparks vor den Toren der Stadt am Wasserlauf des Wilhelm-Kempff-Wegs entlang genau die richtige Vorbereitung auf die Altstadt Jüterbog. Denn die im Jahre 1007 erstmals unter dem Namen „Jutriboc“ erwähnte Stadt im Landkreis Teltow-Fläming, hat an urbanen mittelalterlichen Strukturen viel Beeindruckendes zu bieten.


Tourerstellung: Peter Gäbelein
Länge: ca. 14km • Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: flach



Die Tour im Detail

Die Friedrich-Ebert-Straße, hinter dem Karpfenteich im Schlosspark, führt nördlich der Altstadt bis zur Lessingstraße. Dort rechts einbiegend ist bereits die massive Stadtmauer als Zeugnis der alten Befestigungsanlagen zu erkennen. Der Straße folgend trifft man am zentral gelegenen Marktplatz auf die Mönchenstraße, die sich in west-östlicher Richtung durch die Stadt zieht. Rechter Hand in der Mönchenstraße findet man im ehemaligen um 1480 gegründeten Franziskanerkloster das heutige kulturelle Zentrum der Stadt mit Tourismusinformation, Stadtbibliothek und einer Bühne mit unterschiedlichen Veranstaltungsangeboten. Dort erhält man vielfältige Informationen über die Stadt, ihre vielen historischen Bauten und ihre Umgebung.

Von dort empfiehlt sich ein kleiner Rundgang durch die von alten Fachwerkhäusern gesäumten Gassen und rund um den Marktplatz mit dem staffelgiebel-bestücktem Rathaus, das zweitälteste und wohl eines der schönsten in Brandenburg. Im Obergeschoss befindet sich das heutige Dienstzimmer des Bürgermeisters, das ehemalige Fürstenzimmer, ein besonderer mit Zellengewölbe aus Sandstein ausgestatteter Raum, dessen Decke von einer gedrehten Sandsteinsäule getragen wird.

Vom Markt aus führt die Tour in westlicher Richtung durch die Mönchenstraße in Richtung Dammvorstadt. Durch einen Durchlass in der Stadtmauer kann man das ehemalige Zisterzienserkloster, ein mit Efeu berankten Giebelbau, erkennen, der heute die evangelische Schule beherbergt. Von dort gelangt man zur 1174 geweihten Liebfrauenkirche, der ältesten Kirche der Stadt. Von der Kirche aus durchquert man das als Doppelanlage erbaute Dammtor. Nach rechts abbiegend führt eine Straße teils innerhalb, teils außerhalb der Stadtmauer um die Innenstadt herum. Es ergeben sich einmalige Blicke auf die wunderschöne doppeltürmige Pfarrkirche St. Nikolai und die mittelalterlichen Anlagen. Am östlichen Ende erreicht man den - nach seinem eiförmigen Grundriss benannten - Eierturm am Neumarkttor und biegt dort wieder in Richtung Innenstadt in die Große Straße ein. Die Kirche St. Nikolai ist das größte Gebäude der Stadt, ein dreischiffiger gotischer Bau, 1307 erstmals erwähnt, von deren Türmen ein toller Rundblick über die Stadt möglich ist. Durch die Gassen um die Nikolaikirche herum gelangt man auf die Straße Planeberg, dort kann man beispielsweise in der Brasserie „Zur Kirsche“ eine kleine Pause machen.

Weiter geht es durch das Zinnaer Tor in Richtung Kloster Zinna. Die etwa 3-4 km sind auf einem staßenbegleitenden asphaltierten Radweg gut zu bewältigen, der Weg zum Kloster über die Klosterstraße ist ausgeschildert.
1170/71 als Männerkloster des Zisterzienserordens gegründet, wandelten einst bis zu Zeiten der Reformation im 16ten Jahrhundert weiße Mönche schweigend in ihr Gebet vertieft durch die Ehrfurcht einflößenden Klostergemäuer. Von der Gesamtheit dieses geschlossenen, zweckorientierten Gebäudeensembles des Zisterzienserklosters sind noch die 1440 erbaute Abtei, in der sich seit 1956 das Museum Kloster Zinna befindet, mit den daran anschließenden Bauten Siechenhaus und Gästehaus, die 1226 eingeweihte Klosterkirche und ein Klausurenhaus erhalten geblieben.

Die Reformation beendete das Klosterleben - 1553 verlassen die letzten Mönche das Kloster. Erst im 18ten Jahrhundert unter Friedrich II., der für Oberlausitzer Handweber eine Siedlung anlegen ließ und ihnen hier eine neue Heimat gab, zog neues Leben in die klösterlichen Bauten ein. Von diesem Zeitpunkt an waren die Webstühle und die bunten Bräuche der Weber prägend für den kleinen Ort vor den Toren Jüterbogs.
Heute beleben in der ruhigen und beschaulichen Atmosphäre Sommermusiker, kleine Cafés und Restaurants die Ortschaft.


An- und Abfahrt

Anfahrt mit der Bahn:
RE5 nach Jüterbog oder Falkenberg (Elster) stündich ab Berlin • Fahrzeit ab Berlin Hbf. 45 min.
Berlin Gesundbrunnen • Berlin Hauptbahnhof• Berlin Potsdamer Platz • Berlin Südkreuz • Berlin Lichterfelde Ost • Jüterbog


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Tourerstellung
Peter Gäbelein

Länge
ca. 14km

Dauer
5 Stunden

Schwierigkeitsgrad
flach


An- und Abfahrt

Anfahrt mit der Bahn:
RE5 nach Jüterbog oder Falkenberg (Elster) stündich ab Berlin • Fahrzeit ab Berlin Hbf. 45 min.
Berlin Gesundbrunnen • Berlin Hauptbahnhof• Berlin Potsdamer Platz • Berlin Südkreuz • Berlin Lichterfelde Ost • Jüterbog

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