Museumspark & Kulturhaus

Rüdersdorf

18343   Umgebungskarte


Unglaublich aber wahr: Hier fand man den Nothosaurus. Besser gesagt, sein Skelett. Hierbei handelt es sich um einen ottergroßen Schwimmsaurier, der heute im Berliner Naturkundemuseum bewundert werden kann. Doch neben einer Fülle an Fossilien geht es an diesem Ort besonders um das weiße Gold, welches hier schon vor 750 Jahren gebrochen und gebrannt wurde.


Foto: k.A. • Alle Rechte © Rüdersdorfer Kultur GmbH

Die Gebäude, die für den Kalkabbau und die Kalkbrennerei im 19. Jahrhundert errichtet wurden, sind bis heute erhalten und stehen den Besuchern offen. Sie wurden nach Entwürfen bekannter Baumeister, wie Gilly und Schinkel errichtet. Das Baumaterial für viele dieser Bauwerke fand sich Vorort. Aber auch Andernorts wurde zum Teil mit Rüdersdorfer Kalk gebaut: so zum Beispiel in Berlin und Potsdam - das Brandenburger Tor, das Schloss Sanssouci oder das Berliner Olympiastadion - um nur drei bekannte Beispiele zu nennen.

Bereits seit dem Jahr 750 wird Kalkstein in Rüdersorf abgebaut. Das Zisterzienserkloster Zinna trieb im 13. Jahrhundert den Abbau des Kalksteins voran und gründete den Ort Rüdersdorf. Der Abbruch des Kalks erfolgt bis heute, findet sich hier doch die größte Kalksteinlagerstätte ihrer Art in Mitteleuropa.

Der Museumspark Rüdersdorf erstreckt sich über 17 Hektar und ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Deutschlands. Die im 19. Jahrhundert gebauten Gebäude haben auf den ersten Blick nichts mit unserer modernen Industriearchitektur des 21. Jahrhunderts gemein. Und doch wirken diese trotz ihres Alters irgendwie irritierend futuristisch, bleiben dabei aber auf eine bestimmte Art "klassisch" und wecken so die Neugierde des Betrachters.

Um 1800 wurde das Kanalsystem errichtet und verband fortan die Kalksteinbrüche mit den nahe liegenden Wasserstraßen. Einige aufwendige Kalksteinportale dieses Systems sind nach Entwürfen von Schinkel und Schlätzer gestaltet worden.

Besonders sehenswert sind auch die beiden Rumford-Kalkbrennöfen, von denen B.T. Rumford einen als Prototyp für eine neue Brenntechnologie errichtete. Die architektonische Formgebung wurde von David und Friedrich Gilly beeinflusst.

Im Seilscheibenpfeiler, einer wuchtigen Bogen-Pfeilerkonstruktion aus Kalkstein, wurden die Kalksteine mit einer Art Seilbahn aus dem Abbruchloch heraufbefördert. Hier wurden Eisenbahnwagons an Stahlseilen zur Abbruchstelle hinabgelassen, mit Kalkstein beladen und danach wieder zur Bruchkante hinauf gezogen. Bewerkstelligt wurde dieser Kraftakt von einer 120 PS starken Dampfmaschine.

Die Schachtofenbatterie beeindruckt ebenfalls durch Ästhetik, Technik und Größe - 18 Öfen sind in dieser untergebracht. Stellten die Rumfordöfen eine technische Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts dar, so symbolisiert die Schachtofenbatterie den Aufbruch in das Industriezeitalter des 20. Jahrhunderts.

Doch gibt es wie bereits erwähnt nicht nur die Geschichte des Kalkabbaus zu entdecken, auch Fossilienliebhaber und Hobbyarchäologen kommen auf ihre Kosten - der Rüdersdorfer Tagebau ist aufgrund seiner geologischen Geschichte reich an Mineralien und Fossilien, die hier auch gesammelt und bestimmt werden können.

Entdeckt werden kann das Areal per Land-Rover-Tour, mit E-Bikes, auf dem Wasserweg mit Kanus oder ganz klassisch per pedes.

Für die Kleinen gibt es einen Streichelzoo und ein Imbiss sorgt für das leibliche Wohl.

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Ein kleiner Tipp: Für diejenigen, die während der Erdbeerzeit mit dem Auto unterwegs sind. Auf der B1/B5 an der Ecke Neuer Hönower Weg in 15366 Dahlwitz Hoppegarten gibt es einen Beerengarten. Aus Friedrichshain oder Lichtenberg kommend passiert man ihn zwangsläufig. Hier lässt sich die ein oder andere Ergänzung zum Picknick pflücken (vorab aber bitte nochmal im Netz überprüfen).


Öffnungszeiten

April bis Oktober
täglich 10.00 Uhr – 18.00 Uhr

November bis März
täglich 10.30 Uhr – 16.00 Uhr


Eintritt

Eintritt für den Park:
Erwachsener: 5,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 3,- EUR

Land-Rover Touren
(ca. 1 Stunde)
Erwachsener: 15.- EUR
Kind: 8,- EUR

Historische Führungen
(ca. 1 Stunde)
Erwachsener: 8,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 4,- EUR

Geologische Führungen
(ca. 2 Stunden)
Erwachsener: 12,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 8,- EUR

Fossilien Sammeln und Bestimmen
Erwachsener: 15,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 10,- EUR


Adresse & Kontakt

Museumspark Rüdersdorf

Heinitzstraße 41
15562 Rüdersdorf bei Berlin

Tel.  03 36 38 / 79 97 – 97


www.museumspark.de

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© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Seilscheibenpfeiler

© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Schachtofenbatterie

© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Rumfordofen

© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Karpfenteich

© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Haus der Steine und Glockenturm

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Bülowportal

© • k.A. • Rüdersdorfer Kultur GmbH


Magazingebäude


Anfahrt

Bahn • ÖPNV

S-Bahn S3 bis Friedrichshagen
Straßenbahn 88 bis Heinitzstraße in Rüdersdorf

Mit dem RE1 oder S3 bis Erkner und dann Bus Linie 950 bis
Haltestelle Rüdersdorf – Marktplatz

Schiffsverkehr Reederei Kutzker
Anlegemöglichkeiten im Museumspark
Absprache unter der Telefonnummer: 03 362 / 6251

Auto

A10 östlicher Berliner Ring, Anschlusstelle Rüdersdorf, dann den Hinweisschildern folgen.

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Öffnungszeiten

April bis Oktober
täglich 10.00 Uhr – 18.00 Uhr

November bis März
täglich 10.30 Uhr – 16.00 Uhr


Eintritt

Eintritt für den Park:
Erwachsener: 5,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 3,- EUR

Land-Rover Touren
(ca. 1 Stunde)
Erwachsener: 15.- EUR
Kind: 8,- EUR

Historische Führungen
(ca. 1 Stunde)
Erwachsener: 8,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 4,- EUR

Geologische Führungen
(ca. 2 Stunden)
Erwachsener: 12,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 8,- EUR

Fossilien Sammeln und Bestimmen
Erwachsener: 15,- EUR
Kind bis 16 Jahre: 10,- EUR


Adresse & Kontakt

Museumspark Rüdersdorf

Heinitzstraße 41
15562 Rüdersdorf bei Berlin

Tel.  03 36 38 / 79 97 – 97


www.museumspark.de

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